Aktualisiert (Montag, den 04. April 2011 um 20:53 Uhr)
CD Review 666 Neurotic Bombs
Legacy
Ausgabe 02/2011
Aus dem Einzugsgebiet der baden-württembergischen Landeshauptstadt kommen Dust & Bones und im vergangenen Jahr konnte bereits das zweite Album voller Länge veröffentlicht werden. Über die Label-Heimat Firefield Records ist "666 Neurotic Bombs" im November erschienen und schaffte es problemlos, dem düsteren und trostlosen Monat eine gehörige Portion Rock'n'Roll einzuverleiben. Nachdem der Opener Heavy Rock in feinster Manier zelebriert, fährt das darauffolgende "7 D-Days" instrumental schon eine deutlich metallischere Schiene. Die Song-Strukturen sind noch klar nachvollziehbar. Titel wie " Don't Wanna Know Why" und " We All Gonna Die ( But Not Today) auch extrem eingängig, was vor allem am mitreißenden Klargesang von Fronter und Bassist Thorsten liegt. Mit der zweiten Hälfte des elf Songs starken Albums stellt sich jedoch eine gewisse Ernüchterung ein. Was Anfangs noch gut gezündet hat und teilweise an den Party-Charakter von Bands wie Hardcore Superstar erinnert, nutzt sich mit der Zeit ziemlich schnell ab. Auf der anderen Seite reißt auch der Groove bei den Nummern wie "Let All Good Thing Bleed " oder " Fear I A Motor " nicht mehr mit, dazu sind die Songs zu sprunghaft, die Instrumentalisierung zu einfallslos. Nach einem starken Anfang fällt " 666 Neurotic Bombs " deshalb in der zweiten Albumhälfte merklich ab, zeugt aber trotzdem davon, dass die Baden-Württemberger was auf dem Kasten haben. Auf das nächste Album darf man deshalb gespannt sein. (DEN)
8 / 15 Punkte